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Landreform in Rußland (Text)

Landreform in Rußland Im Frühjahr 1997, nach seiner Wiederwahl als Präsident und genesen von seiner Herzopration, kündigte der russische Präsident Boris Jelzin eine neue Phase der Reformen an. Nachdem die erste Phase der Privatisierung in der Industrie und auf dem Lande nunmehr erfolgreich abgeschlossen worden sei, sei nun die Privatisierung der „natürlichen Monopole“ an der Reihe. Gemeint waren damit die Versorgung mit Gas, Öl, Elektrizität, ❖ weiterlesen ►

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„Pust on ostajotsja“ – Soll er bloß bleiben: Jelzins Spurt vom Reformer zum Konservativen

Am 16. Juni wird in Rußland ein neuer Präsident gewählt. Elf Kandidaten stehen zur Wahl. Einen Monat vor dem Urnengang ist der amtierende Präsident Boris Jelzin in einem rasanten Spurt an allen anderen Kandidaten vorbeigezogen. Nach der Wahl zur Duma Ende 1995 stand sein „rating“, also seine statistische Sympathiekurve, aug 9 Prozent. Wenige Tage vor dem Wahltermin war sie auf 33 Prozent geklettert; das seines ❖ weiterlesen ►

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„Wir bauen eine Kirche“ Gang durch ein Dorf an der mittleren Wolgaendet: Radio Bern

Es ist das Jahr 1996. Wahljahr in Rußland. Krisenjahr. Das russische Imperium ächzt in allen Fugen. Boris Jelzin hat soeben seinen Ukas zur Privatisierung auf dem Lande erneuert, nachdem der erste von 1991 nicht die erhoffte Wirkung gezeigt hat. Zuvor hatten seine Gegenspieler in der Staatsduma einen Kodex verabschiedet, der die Privatisierung auf dem Lande faktisch beendete, indem er die Landvergabe davon abhängig machte, ob ❖ weiterlesen ►

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„Tränen in einem Ozean“ – Russische Medien zwischen Zensor und Mafia

Vorspann: Rußlands „Glasnost“ ist ins Gerede gekommen.  Sechs Journalisten kamen in den ersten Monaten dieses Jahres in Rußland ums Leben; siebenundzwanzig waren es seit Anfang 1993.  14 Tote, 30 Verletzte, 23 Geschlagene, 100 mit „Warnschüssen“ Eingeschüchterte, 146 willkürlich Aufgehaltene sowie hunderte alltäglicher Behinderungen gehen dabei auf das Konto des Krieges in Tschetschenien. Kaum einer der Vorfälle wurde verfolgt. Eins von den wenigen Verfahren, das überhaupt ❖ weiterlesen ►

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„Uns fehlen nur Vitamine und Konfekt.“ Unterwegs auf deutschen Dörfern in Rußland

„Uns fehlen nur Vitamine und Konfekt.“ U  nterwegs auf deutschen Dörfern in Rußland                    ——————————————- O-Ton 1: Metro-Untergrund    (055)   … Genurmel, Hall, Stimmen… Regie: Ton langsam kommen lassen, kurz stehen lassen, runterziehen, unterlegen Erzähler: Früjahr 92. Moskau. Unterführung der Metro. Boris  Jelzin hat ein Gesetz unterzeichnet, das die unter Stalin unterdrückten Völker rehabilitieren soll. Am Pressestand der Patrioten wird heiß diskutiert, ob das auch für die ❖ weiterlesen ►

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„Uns fehlen nur Vitamine und Konfekt.“ Unterwegs auf deutschen Dörfern in Rußland

„Uns fehlen nur Vitamine und Konfekt.“    Unterwegs auf deutschen Dörfern in Rußland                    ——————————————- Achtung: O-Ton 1, 2 und 3 (des Vorspielbandes) gestrichen. Die ursprüngliche Zählung, wie sie der Reihenfolge auf dem Vorspielband entspricht, behalte ich bei) Vorspann: Als Boris Jelzin 1991 Präsident wurde, atmete die                 deutsche Minderheit in Rußland auf. Kaum an der Macht, unterzeichnete er ein Gesetz, das die unter ❖ weiterlesen ►

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Landreform in Rußland – gescheitert oder modifiziert?

Vorspann:In Rußland läuft nicht mehr alles so, wie die  Befürworter einer schnellen Reform und ihre westlichen Berater sich das 1991 gedacht haben. Das gilt vor allem für die Landreform.  Neuester Ausdruck ist ein „Ukas 96“ des Ministerpräsidenten Tschernomyrdin vom März dieses Jahres. Formal handelt es sich bei dieser neuen Verordnung nur um ein Durchführungsgesetz zur Privatisierung auf dem Lande. Faktisch allerdings schreibt die Verordnung fest, ❖ weiterlesen ►

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„Ich will Banker werden“ Kinder im heutigen Russland

Vorspann: Zehn Jahre Perestroika. Die Kinder der Ära Gorbatschow haben inzwischen selbst Kinder. Wie wächst die neue Generation heran? Was hat sie für Ansichten und Probleme? Einen Streifzug in dieses weite Feld unternimmt Kai Ehlers. A-Ton 1: Kinderparade in Tscharypowo                   (1,50) (…Stimmen, Gesang) Regie: O-Ton langsam kommen lassen, stehen lassen, anblenden, unterlegen. Erzähler: Sibirien. Kohlestadt Tscharypowo. Ehemaliges  Jahrhundertprojekt. Hier sollte das größte Energiezentrum Euro-Asiens entstehen. ❖ weiterlesen ►

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Skizze der russischen Obtschhina: „Druschba“, Freundschaft – oder jeder für sich?

„Druschba“, Freundschaft – oder jeder für sich? Zu Gegenwart und Geschichte der russischen Gemeinschaftsstrukturen. Erzähler: Seit 1991 wird in Russland privatisiert. Über die katastrophalen Folgen für die Wirtschaft kann man in letzter Zeit des Öfteren hören. Aber welche Auswirkungen hat die Privatisierung auf das soziale Leben der Menschen? take 1:Bäuerin in Sawjala (0,49) (…Schritte, Hund, Strastwuitje…) Regie: O-Ton langsam kommen lassen, kurz stehen lassen, schwach ❖ weiterlesen ►

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„Druschba“, Freundschaft – oder jeder für sich? Kurze Skizze der russischen Obschtschina

Zu Gegenwart und Geschichte der russischen Gemeinschaftsstrukturen. Erzähler: Seit 1991 wird in Russland privatisiert. Über die                 katastrophalen Folgen für die Wirtschaft kann man in letzter Zeit des Öfteren hören. Aber welche Auswirkungen hat die Privatisierung auf das soziale Leben der Menschen? take 1:Bäuerin in Sawjala                          (0,49) (…Schritte, Hund, Strastwuitje…) Regie: O-Ton langsam kommen lassen, kurz stehen lassen, schwach unterlegen, mit Text ❖ weiterlesen ►

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Russlands künstliche Blüte

Atmo 1: Musik:“stranger in the night..“ (1,45) Regie: O-Ton langsam kommen lassen, kurz stehen lassen, unterlegen Erzähler: St. Petersburg, Herbst 94. Kultur für ausländische Gäste. Russland präsentiert sich neu: Restaurants, Cafes, gefüllte Schaufenster, kleine Boutiquen, auffallend viele elegant gekleidete Menschen, vor allem jüngere; blinkende neue Autos. Ein Bekannter erzählt mir, in der Anlage-Gesellschaft mit dem unübersetzbaren Namen „MMM“ könne man innerhalb weniger Wochen seinen Einsatz ❖ weiterlesen ►

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Auf der Suche nach dem Russischen (Langfassung)

Athmo 1: Straßenszene in St. Petersburg (0,30) Regie: O-Ton langsam hochziehen, kurz stehen lassen, abblenden, nach dem ersten Erzähler hochziehen. Erzähler: Russland, Herbst 1994, St. Petersburg. Vertreter der „unversöhnlichen Opposition“ agitieren auf der Straße. Die Frau erregt sich über „Okkupanten aus dem Westen“. Sie fordert „Russland für das eigene Volk!“. Es geht um die Nation, um die Wiedergeburt des Russischen, um die „Rus“. Erzähler:    Ausgerechnet ❖ weiterlesen ►

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Auf der Suche nach dem Russischen

Atmo 1: Straßenszene in St. Petersburg (0,30) Regie: O-Ton langsam hochziehen, kurz stehen lassen, abblenden. Erzähler: Russland, Herbst 1994, St. Petersburg. Vertreter der sogenannten unversöhnlichen Opposition agitieren auf der Straße. Die Frau erregt sich über „Okkupanten aus dem Westen“. Sie fordert: „Russland für das eigene Volk!“. Es geht um die Nation, um die Wiedergeburt des Russischen, um die „Rus“. Was das ist, kann mir niemand ❖ weiterlesen ►

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Von mir geführte Gespräche

Russland: Auf dem Weg zum „Nationalen Kommunismus“? Gespräch mit Gennnadij Schuganow, Vorsitzender des ZK der „Kommunistischen Partei der russischen Föderation“ und Leiter ihrer Fraktion in der staatlichen Duma.

Die Bomben von Grosny haben deutlich gemacht, dass Boris Jelzin nicht mehr allein Herr der Lage ist. Zeit also, sich mit der Opposition genauer zu befassen. Einen Schlüssel zum Verständnis dessen, was als „patriotische“ Alternative zu Boris Jelzin möglich ist, liefert Gennadij Schuganow, der Vorsitzende der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation. Mit Schuganow stritt sich Kai Ehlers. Kasten: Gennadij Schuganow wurde im Februar 1993 zum ❖ weiterlesen ►

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Besuch bei einer russischen Bezirksrichterin

Vorspann seitens des Senders. Sinngemäß: Welche Spuren hinterlassen Wandlungen im Alltag? Ein Besuch im Bezirksgericht im Arbeiterdistrikt Kirowski in Nowosibirsk. O-Ton 1:Samie glawnie trudnosti… (0,38)     … winuschdi raboti samimatsja) Regie: Alle O-Töne kurz stehen lassen, abblenden, unterlegen, am Schluss des Zitats hochziehen und abblenden. Alle O-Töne sind identisch mit den Zitaten, in den ersten und letzten Sätzen jeweils wörtlich. Der letzte O- Ton wird am ❖ weiterlesen ►

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Unterwegs in Tulinskaja – Sowchose im Übergang

Im Sommer des Jahres `94 schien es so, als ob die russische Entwicklung in ruhigere Bahnen kommen könnte. Aber die vorübergehende Stabilisierung, die der Auflösung des obersten Sowjet und der übrigen Sowjetstrukturen im Oktober 1993 folgte, droht sich als Scheinblüte zu erweisen, deren absehbares Ende nur noch tiefer in die Krise führt. Welche Spuren diese Krise in der Landwirtschaft zieht, zeigen die Eindrücke, die Kai ❖ weiterlesen ►

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Landreform in Russland

Take 1: Erkennungsmelodie von Nowosti Regie: O-Ton kurz stehen lassen, nach den ersten Worten abblenden. Erzähler: In Russland werden Fakten geschaffen: Nur wenige             Tage nach der Auflösung des obersten Sowjet und noch vor der Neuwahl eines neuen Parlaments nutzt Präsident Boris Jelzin den rechtsfreien Raum für die Herausgabe eines Erlasses, der den Privatbesitz an Grund und Boden garantiert. Das Recht auf Privateigentum ❖ weiterlesen ►

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Heißer Herbst in Rußland? „Hauptsache die Kartoffeln kommen raus“ Eindrücke aus einem ruhebedürftigen Land.

Take A/1: Nowosti-Melodie                      (025) Regie: O-Ton stehen lassen bis zum Stichwort „Moskwje“, dann abblenden. Erzähler:  Moskau: „Unruhen werde es nicht geben“, erklärte Russlands             Ministerpräsident nach der Auflösung des obersten Sowjet durch Boris Jelzin. Für die Bevölkerung sei das Wichtigste zu Zeit, dass die Kartoffeln rechtzeitig rauskämen. Die Ereignisse haben ihm Recht gegeben. An der Revolte in Moskau war die Bevölkerung nicht beteiligt. ❖ weiterlesen ►

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Post-Sowjetunion: Wiedergeburt der „obschtschina – Privatisierung oder Erneuerung des Kollektivismus von unten? (Text)

Privatisierung ja oder nein? In der ehemaligen Sowjetunion ist das nicht nur eine ökonomische Frage. Es ist eine Frage des Lebensstils, der Lebenserwartung. Es ist eine Frage, die das gesamte Werte-System der Menschen betrifft. Der Betrieb, die Sowchose, die Pioniere, die Komsomolzen, schließlich die Partei wiesen dem Einzelnen früher seinen Platz zu. Jetzt ist die Partei abgeschafft. Die Pionierlager stehen leer. Institute, Betriebskollektive und Sowchosen ❖ weiterlesen ►

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Thesen Positionen

Annmerkungen zu Karl Heinz Roth: Stichworte „neue Proletarität“ und „Toyotisierung“ Lieber Karl-Heinz Roth, mit größtem Interesse habe ich die Kurzfassung Deines Referates vom „konkret“-Kongress im „ak“ gelesen. Die Stichworte „neue Proletarität“ und „Toyotisierung“ treffen sich mit Aspekten, auf die ich bei meinen Untersuchungen in der ehemaligen UdSSR gestoßen bin. Verstehen wir die ehemalige Sowjetunion als das größte Taylorisierungs-Experiment der Weltgeschichte mit der am extremsten vorangetriebenen ❖ weiterlesen ►

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Ein, zwei, drei, viele Moskaus? oder moderner Zarismus?

Athmo 1: O-Ton Metro und Gesang (2,15) Regie: Nach den ersten Takten der Musik abblenden, unterlegt laufen lassen, nach Textende kurz hochziehen, ausblenden. Erzähler: Moskau, Sommer 1993. Metro-Unterführung. Das Lied             handelt von der Emigration. Die Leute bleiben stehen, hören zu. Das Lied passt zur Stimmung. Der Machtkampf im Land spitzt sich zu. Ein paradoxes Schauspiel steht bevor: Boris Jelzin hat den Föderationsrat, ❖ weiterlesen ►

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Zurück zum Dorf? Beobachtungen in der ehemaligen Sowjetunion

Vorspann: Die ehemalige Sowjetunion hat sich in die G.U.S. verwandelt. Schon ächzt die russische Föderation in allen Fugen. Weitere Teilungen des früheren Imperiums kündigen sich an. Aber der Wandel geht noch tiefer: Es zerfällt nicht nur das frühere Imperium, es zerfällt auch der Industriegigant, der sich jahrzehntelang als Spitze des Fortschritts verstand. Jetzt sieht man sich an dessen Ende versetzt. Die vermeintliche Bastion des Fortschritts, ❖ weiterlesen ►

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Artikel zur Lage

Russlands Übergänge: Der Westen auf dem Prüfstand IWF, Weltbank und andere im Zugzwang?

Tokio Juli 1993, Weltwirtschaftsgipfel der G-7-Staaten. Hat Boris Jelzin es geschafft? Eine halbe Million Unternehmen habe man bereits privatisiert, die Inflation unter Kontrolle gebracht, der Rubel stabilisiere sich, so konnte man ihn dort vernehmen. Mit Dank nahm er ein neuerliches Versprechen auf Einrichtung eines mit drei Milliarden Dollar veranschlagten Privatisierungsfonds entgegen. Im Grunde aber, so Russlands stellvertretender Vizepremier, Alexander Schochin, gehe es schon nicht mehr ❖ weiterlesen ►

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Moskau: Klage ohne Kläger Anmerkungen zum Verfahren gegen die „Putschisten“ (Text)

Anderthalb Jahre nach dem versuchten Staatsstreich vom 19. August 1991 wurde in Moskau jetzt der Prozess gegen zwölf Mitglieder des „Notstandskomitees für den Ausnahmezustand“ eröffnet. Die Angeklagten waren alle Mitglieder der damaligen Regierung und ihres weiteren Apparates: Jannajew war Vizepräsident,  Krjutschkow KGB-Chef, Lukjanow Vorsitzender des obersten Sowjet, Jasow Verteidigungsminister, Warennikow Kommandeur des Landheeres usw., Pugo schließlich, der sich selbst nach dem Scheitern des Versuchs tötete, ❖ weiterlesen ►

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Porträt: Raissa Sarbi

take 1: O-Ton Raissa in Museumshalle Regie: O-Ton zwanzig, bis dreißg Sekunden stehen lassen, dann langsam abblenden, unter dem Errzählertext weiter laufen lassen. Erzähler:     Das ist Raissa Sarbi, Ehefrau, Mutter, Person             öffentlichen Ärgernisses. Ort: Tscheboksary an der Wolga. Raissa ist Mitarbeiterin im tschuwaschischen Kulturzentrum der Republik. Sie gibt ein Frauenjournal und eine Kinderzeitung in tschuwaschischer Sprache heraus. Sie ist Dichterin, Poetessa, wie ❖ weiterlesen ►