Forum 111: Kräfte sammeln in Krisenzeiten – Zukunft denken

Liebe Freunde, liebe Freundinnen des Forums integrierte Gesellschaft!

Da sind wir wieder. Es wird Zeit uns miteinander zu besinnen, wohin wir unsere Welt und uns selbst in ihr unter den Bedingungen des gegenwärtigen fundamentalen Wandels entwickeln wollen und wie wir zugleich Kraft gegen die zerstörerischen Tendenzen der gegenwärtigen Krise gewinnen können.

Das zurückliegende Treffen des Forums hatten wir deshalb – nach kurzem Einstieg zu den gegenwärtigen Eskalationen des Kriegshysterie – wie angekündigt ins Zeichen des Labyrinthes gestellt. Dafür legten wir uns ein siebengängiges kretisches Labyrinth, das wir begehen konnten.

Wir näherten uns dem Labyrinth nicht als Zeichen eines Irrgartens, auch nicht als einer mystischen Figur, sondern als einer Denk- und Bewegungsfigur, die uns die Gesetze erfahrbar machen kann, welche uns ermöglichen Toleranz, Akzeptanz und Kooperation zu einem gangbaren Weg durch die Widersprüche der jetzigen Krise zu verbinden. Motto: der kürzeste Weg ist nicht immer der beste, sondern oft ein Kurzschluss – wenn nicht gar platterdings: Krieg.

Bekräftigen wir deshalb noch einmal, was wir unter den drei Aspekten verstehen, die wir der Krise entgegensetzen wollen, wenn wir nicht den kriegstreiberischen Parolen folgen wollen, die in den letzten Wochen von Tag zu Tag immer schriller vorgetragen werden:

  • Toleranz – in dem Bewusstsein, dass wir nur eine Erde haben, auf der wir alle – wie verschieden wir auch sind – miteinander leben müssen, ob wir wollen oder nicht, einschließlich der nicht-menschlichen Wesen.
  • Akzeptanz – bei der es schon darum geht, dem Anderen, der Anderen, den Anderen in gegenseitiger Wertschätzung zu begegnen, sich gegenseitig und die Welt als Bereicherung zu begreifen.
  • Kooperation – in der sich Toleranz und Akzeptanz im Zusammenwirken für eine lebenswerte Gegenwart und Zukunft verbinden.

Wir können die Gefühle, Gedanken und Fragen, die sich den Einzelnen Teilnehmern und Teilnehmerinnen der Forumsrunde beim Begehen des Labyrinthes gestellt haben und den daran anschließenden Gedanken- und Gefühlsaustausch hier nicht verbal in seinen Einzelheiten nachzeichnen. Das würde den Rahmen dieses Berichtes sprengen. Man muss die Figur erleben.  Man muss die Wege zeichnen, legen, gehen – eben allseitig wahrnehmen. Nur so viel sei hier gesagt: im Wechselspiel der sieben Gänge bis zum Zentrum des Labyrinthes und wieder hinaus wird die Widersprüchlichkeit und Vielseitigkeit der Realität, auch der gegenwärtigen Krise und der eigenen Beziehung dazu greifbar. Das Labyrinth kann in seinen pendelnden Perspektivwechseln – von rechts nach links, von außen nach innen, von innen zurück nach außen – zum Instrument erweiterter Erkenntnis der Realität und zum Ratgeber werden.

Die Teilnehmer/innen des zurückliegenden Treffens hatten sich zum Thema das gedruckte, farbige Arbeitsheft zur „Schule des Labyrinthes – vom Irrgarten zum Labyrinth“ mitnehmen können; wer darüber hinaus an dem elfseitigen Heft Interesse hat, kann es bei Kai Ehlers für 5,–  € plus Porto bestellen.

Damit kann der Bericht zum ‚Einsatz‘ des Labyrinthes erst einmal beschlossen werden. Wir werden auf diesen Helfer in Zukunft aber wohl öfter zurückkommen.

Unser nächstes Treffen wird am 09.06.2024 wie üblich um 14.00 Uhr beginnen. Das Treffen wird sich, kann sich, ja, muss sich vor dem Labyrinth als Hintergrund, wieder voll der politischen Realität zuwenden.

Thema am 09.06. wird sein:

„Multipolare Welt“ – Chance, Gefahr oder leere Worte?“

Und wie immer:

vergesst nicht Euch anzumelden unter: info@kai-ehlers.de

und eine Kleinigkeit zur physischen Stärkung mitzubringen.

Für eine längerfristige Orientierung haben wir folgende Termine vereinbart:

  • Sonntag, 14.07.2024, 14.00 Uhr
  • Sonntag, 25.08.2024, 14.00 Uhr